Presse und Veröffenlichungen

EDV-Ausstattung verbessert

St. Bernhard: Freundeskreis spendet seiner Schule hochmodernen Laptopwagen im Wert von 11 000 Euro

Bad Mergentheim. Den stattlichen Betrag von 11 000 Euro für einen gefüllten Laptopwagen und Software spendete der Freundeskreis der Grund-, Mädchen- und Jungenrealschule St. Bernhard seiner Schule. Noch aktuellerer Unterricht wird so möglich.
Hohes Engagement

Um "die Lehr- und Lernphilosophie von St. Bernhard nachhaltig zu sichern", wurde 1993 der Freundeskreis gegründet. Mit hohem Engagement unterstützen die Mitglieder den Schulträger sowohl durch Spenden als auch durch persönlichen Einsatz. Regelmäßige werden Veranstaltungen organisiert und bewirtet, aktive Informationsarbeit und Kontaktpflege nimmt man wichtig. So wurden das Catering bei den vier Konzerten zum Schuljubiläum übernommen, jeweils mit rund 20 Ehrenamtlichen, um Mittel zugunsten der Schule zu erwirtschaften. Auch der Stand des Freundeskreises vor dem Münster St. Johannes zum Adventskonzert der Schule gehört längst zur guten Tradition.

Diesmal setzte der Freundeskreis einen deutlichen Akzent zur Verbesserung der EDV-Ausstattung der Realschule. Dazu gehört ein Laptopwagen mit 16 Laptops der neuesten Generation. Wie Vorstandsmitglied Andreas Feick erläuterte, kann dieser in alle Klassenzimmer gefahren werden und ermöglicht dort über einen Accesspoint allen Schülern den drahtlosen WLAN-Zugang ins Internet. Gleichzeitig wird dem Lehrer mit dem "Time for Kids Schulrouter" die Möglichkeit gegeben, die Nutzung des Rechners zu steuern und den Schülern die Suche im Internet zeitweise und gezielt freizugeben. So lassen sich dessen Inhalte für den Unterricht ausschöpfen, ohne unkontrollierbare Risiken einzugehen. Zudem, so Andreas Feick, "haben wir alle Schulrechner auf Open-Office umgestellt, damit die Eltern keine teure Software mehr anschaffen müssen, um etwa für Präsentationen die Kompatibilität mit dem Schulsystem zu gewährleisten". Nach Möglichkeit soll die großzügige Spende weiter aufgestockt werden: Im Laptopwagen ist ausreichend Platz für Drucker und Beamer vorhanden.

"Unheimlich wichtig", so der für den Informatikbereich zuständige St. Bernhard-Lehrer Karlheinz Zegowitz, sei dieses neue Unterrichtsangebot für die Schüler. Jetzt könnten sie in allen Fächern gezielt lernen, Informationen zu beschaffen und auszuwerten. Auch Tabellenkalkulationen und ähnliche Fertigkeiten könnten in jedem Klassenzimmer trainiert werden.

Rektor Wolfgang Kaufmann bedankte sich herzlich für die großzügige Spende und versicherte, Schüler und Lehrer wüssten das hohe Engagement der Mitglieder des St. Bernhard-Freundeskreises sehr wohl zu schätzen. peka

Fränkische Nachrichten
15. Juli 2011

An vier Abenden im Musical Fieber 03.06.2011

Jubiläum: Zehn Jahre Eltern-Ehemaligen-Lehrer-Chor an der Grund- und Realschule St. Bernhard / Publikum als Teil der großen Chorgemeinschaft begeistert

An vier Abenden im Musicalfieber

Bad Mergentheim. Ein schöneres Jubiläumsgeschenk hätten sich die Mitglieder des Eltern-Ehemaligen-Lehrer-Chors der Grund- und Realschule St. Bernhard nicht machen können. Zu ihrem zehnjährigen Bestehen begeisterte die bunt gemischte Gesangsgruppe als Teil der großen Chorgemeinschaft von St. Bernhard an vier Abenden rund 2000 Besucher im ausverkauften Kurhaus-Kursaal. Im Rahmen des Gesamtprojektes "50 Jahre St. Bernhard - ein Musical entsteht", an dem auch der Unter- und Oberstufenchor, die Stimmbildungs-AG, die Schulband und viele andere mitwirkten, ließen die rund 60 Sängerinnen und Sänger mit ihrem rockigen Auftritt zu den Hits der Gruppe "Queen" die wilden 70er Jahre wieder lebendig werden.

Professionell in die Rolle der Darsteller des bekannten Queen-Musicals "We will rock you" geschlüpft, wuchsen die Chormitglieder bei ihren Auftritten musikalisch und menschlich förmlich über sich hinaus. Und diese Dynamik steigerte sich von Aufführung zu Aufführung. "Der Kurhaus-Kursaal hat so richtig gebebt", freut sich Chorleiter Wolfgang Weiß. "Mit ihrer tollen Performance konnten die Sänger schon nach wenigen Sekunden den Funken im Publikum entzünden." Der Chorleiter und Initiator des Musicalprojektes erklärt den Erfolg mit dem intensiven Gemeinschaftsgefühl, das die Gruppe aus Eltern, Lehrern und ehemaligen Schülerinnen beim gemeinsamen Musizieren in ihrer Rolle "zu einer Einheit verschweißt hat".

"Die Begeisterung ist direkt auf das Publikum übergesprungen und hat uns Sängerinnen und Sänger mitgetragen. Es ist schon ein tolles Gefühl, so eine wogende Menschenmenge vor sich zu haben", schwärmt Susanne Rudolph noch immer von den vier Auftritten - für sie einer der Höhepunkte in ihrem siebenjährigen Mitwirken im Chor der Grund- und Realschule St. Bernhard. Dabei kann der von Wolfgang Weiß und Schwester Irmengardis im Schuljahr 2000/2001 mit zwölf Sängerinnen und Sängern gegründete Eltern-Ehemaligen-Lehrer-Chor in den zehn Jahren seines Bestehens auf eine Fülle von mitreißenden Konzerten und Aufführungen zurückblicken. Neben den jährlichen Adventskonzerten, den vier musikalisch umrahmten Wohlfühlabenden der Caritas-Eheberatungsstelle und dem Benefizkonzert in der Schlosskirche für die Palliativabteilung des Caritaskrankenhauses war die Mitwirkung bei den seit 2001 zweijährlich stattfindenden großen Musicalaufführungen von St. Bernhard immer ein neuer Meilenstein im künstlerischen Wirken des Chores.

Bei dem inzwischen auf 60 Stimmen angewachsenen Eltern-Ehemaligen-Lehrer-Chor kommt für Schulleiter Wolfgang Kaufmann die Identifikation von Eltern mit der Schule durch gemeinsames Singen besonders deutlich zum Ausdruck. "Die Eltern gestalten mit ihren eigenen künstlerischen Fähigkeiten das Schulleben mit und erleben so mit den Schülerinnen und Schülern, was möglich ist, wenn sich viele Menschen für ein gemeinsames Werk engagieren", freut sich der Leiter der Grund- und Realschule St. Bernhard. Diese lebendige, kraftvolle Erfahrung von Schulgemeinschaft werde so besonders bei den Aufführungen mit den anderen Chören der Schule spürbar.

Eine Erfolgsgeschichte, die nach zehn Jahren noch lange nicht zu Ende ist . Stephan Funk

Fränkische Nachrichten
03. Juni 2011

Jubiläumsmusical rockte den Kursaal 24.05.2011

St. Bernhard Grund- und Realschule: Über 300 Beteiligte ließen das Musical zu einem bombastischen Erfolg werden
Jubiläumsmusical rockte den Kursaal

Bad Mergentheim. Die Premiere am Sonntagabend, des Musicals zum 50-jährigen Bestehen der katholischen Einrichtung der Grund- und Realschule St. Bernhard war ein fetziger Ritt durch 50 Jahre Popgeschichte.

"Das Jubiläums-Musical" lautet der schlichte Titel. Versehen ist es mit dem Zusatz "50 Jahre St. Bernhard - ein Musical entsteht". Und so begann sie dann auch die Geschichte vom Ersinnen einer Liedershow: an der Kaffeetafel. Schwester Daniela, für ihr Temperament und offenes Ohr geschätzte Schulseelsorgerin, eine Lehrerin, Christin Bopp und Lehrer Manfred Max sowie eine quirlige Schülerin Olivia Timm. Das Musical sollte die Geschichte und die Gegenwart vereinen und allen Spaß machen.

Die musikalische Zeitreise von fünf Jahrzehnten Schulgeschichte eröffnete "Lollipop" gesungen von der Stimmbildungs-AG. Der Unterstufenchor griff anschließend das peppig eingesungene "Come on everybody clap your hands" ihrer Chorleiterin Priska Euring auf und setzte zum "Let's twist again" an.

Der Funke sprang schnell auf das Publikum über, die begeistert mitklatschten. Beim Beatles-Medley, das für die 60er Jahre stand, gesungen vom Eltern-Lehrer-Ehemaligen-Chor, summte manch einer die bekannten Melodien mit. Der riesige, über 200-köpfige Chor, der aus dem Unter- und Oberstufenchor, dem Eltern-Lehrer-Ehemaligen Chor und der Stimmbildungs-AG bestand, strahlte eine ansteckende Fröhlichkeit aus. Dies vermittelte auch Musiklehrer Wolfgang Weiß. Der Chorleiter sprühte nur so vor Energie, zählte lediglich kurz vor, um dann sein scheinbar zusammengewürfeltes Ensemble nach nur einer einzigen gemeinsamen Probe zu einer wunderbaren musikalischen Einheit zu verschmelzen.

Diese Einheit war auch bei der Schulband zu spüren, die unter Leitung von Musiklehrerin Priska Euring, die Titel "We are family" und "Sunny" aus den 70ern mit fetzigem Sound zum Besten gab. In den 80er Jahren angekommen, führten SchülerInnen der Klasse 8b einen Sacktanz zum Kultklassiker "Everybody needs somebody" von den Blues Brothers auf und befreiten sich am Ende des Liedes aus ihren Säcken um eine 80er-Jahre Modenschau zu präsentieren.

Die jüngsten Mitglieder in der Schulgemeinschaft, die Grundschüler trugen mit ihrem Tanz, choreographiert und einstudiert von Steffi Scheidel und Heide Burger, zum Hit "Video killed the radio star" zum gelungen Gesamtbild bei.

Die Rahmenhandlung, die Entstehung eines Musicals aufzuzeigen, flocht unter anderem Bildpräsentationen aus 50 Jahren Schulgeschehen ein, Videos wurden eingespielt, in denen Mergentheimerinnen Nenas "99 Luftballons" in der Fußgängerzone sangen und ehemalige Schwestern und Schülerinnen über ihre Zeit am St. Bernhard sprachen. Das Jubiläum griff auch die Ausstellung im Foyer auf, bei der Bilder und Kunstwerke der letzten Jahrzehnte zu bestaunen waren.

Besonders gefreut hat viele ehemalige Schülerinnen, dass ein Teil ihrer Lehrer am Premierenabend anwesend waren. Viele Sießener Schwestern haben den Weg aus unterschiedlichsten Himmelrichtungen nach Bad Mergentheim gefunden, um dem Musicalabend beizuwohnen. Die Verbundenheit der Schwestern mit "ihrer" Schule berührte sehr und so wurde in der Pause reichlich Gebrauch gemacht, von der Möglichkeit, alte Geschichten und Anekdoten auszutauschen.

Nach der Unterbrechung, bei der die Gelegenheit bestand sich vom Freundeskreis der Schule bewirten zu lassen, ging der Abend in die zweite, noch fetzigere Halbzeit.

Eine Küchenszene auf der Schauspielbühne leitete den Rap "Die da" von den Fanta 4 ein, der von der Stimmbildungs-AG unterstützt durch David Schwitzgebel gesungen wurde. Einige Mädchen antworteten dieser "Anmache" mit dem Lied "Weil ich ein Mädchen bin".

Besonders beeindruckend waren die sängerischen Leistungen der Chöre mit den Liedern "Satelite", "Let's get loud" und einem Queen-Medley. Das Publikum tobte, als der Eltern-Lehrer-Ehemaligen-Chor in punkigen Kostümen auf die Bühne kam und Chorleiter Wolfgang Weiß mit einer Lederweste des Rockmusicals "We will rock you" zu den Queenklängen eingekleidet wurde.

Die Band, bestehend aus Eltern von Schülerinnen der Schule und einer ehemaligen Schülerin wuchs gegen Ende über sich hinaus. Der Schulleiter, H. Kaufmann, der sich in der Schlussszene mit viel Humor selber spielte, animierte das Publikum zum Mitmachen. Niemand hielt es mehr auf seinem Sitz und der gesamte Kursaal rockte los. "We will rock you" - eine der Queen-Hymnen bildete den grandiosen Abschluss des Musicals.

Der Dank von Wolfgang Kaufmann galt allen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen, besonders erwähnt wurden stellvertretend Anja Bayerbach für die Einstudierung der Theaterszenen, Priska Euring und Wolfgang Weiß für die Chor- und Bandleitung.

Ein rockiger Abend ging mit zwei Zugaben zu Ende. Esther Landwehr, ehemalige Schülerin sang das "Thank you for the music" von Abba, in das der große Gesamtchor mit einstimmte. Als letztes Lied, bevor die Sängerinnen und Sänger die Bühne verließen wurde das Lied "We don't need no education" von Pink Floyd gerockt. Ein Titel, der so gar nicht zu dieser Schule passen mag. Die St. Bernhard Grund- und Realschule hat mit dem Musical zu ihrem 50-Jahr-Jubiläum einmal mehr bewiesen, welchen Bildungsauftag sie sich verpflichtet fühlt: Kindern und Jugendlichen etwas auf ihrem Lebensweg mitzugeben, was weit über die Grenzen von Wissensvermittlung hinaus geht: Gemeinschaftssinn, Verantwortung übernehmen und für andere Einstehen, umso etwas Großartiges zu ermöglichen.

Wer dieses Musical sieht - Aufführungen sind noch am Mittwoch, 25., und Donnerstag, 26. Mai jeweils um 19.30 Uhr im Kursaal - weiß, dass es um die Bildung der Schüler an der St. Bernhard-Schule, bei so einer Power, in den nächsten 50 Jahren gut bestellt ist.

Der Eintritt ist frei; wenige Restkarten bei der Kurverwaltung oder an der Abendkasse!

Fränkische Nachrichten
24. Mai 2011



Nach der Renovierung wieder aufgestellt 23.04.2011

Figur des Heiligen Bernhard: Seit 1750 wacht er über das Gotteslob in der St.-Bernhard-Kapelle
Nach der Renovierung wieder aufgestellt

Bad Mergentheim. St. Bernhard wacht wieder über die nach ihm benannte Schule. Nach umfassender Renovierung wurde die Holzfigur aus dem Jahr 1750 über der Eingangstür der Hauskapelle angebracht.

Die Figur ist vermutlich seit dem Bau des "Altbaus" an der Mühlwehrstraße, der damals Probstei war, an diesem Platz. Restaurator Norbert Eckert geht davon aus, dass sie in der Mitte des 19. Jahrhunderts überarbeitet und dem damaligen Kunstgeschmack angepasst wurde. Bei der Renovierung der Fassade vor sechs Jahren wurde der St. Bernhard abgenommen - der Farbanstrich war sehr verwittert und vor allem der Sockel stark angefault.

Eine sofortige Restaurierung scheiterte zunächst an den Kosten. Jetzt gelang es der Schulseelsorgerin Schwester Daniela, anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Mädchenrealschule St. Bernhard Sponsoren zu finden: die Gemeinschaft der Franziskanerinnen des Klosters Sießen und den Freundeskreis der Schule. Nun konnte sich Norbert Eckert ans Werk machen und jetzt ziert die deutlich "geliftete" Heiligenfigur wieder die Fassade.

"Wir wollten etwas dazu beitragen, die Tradition der Schule zu bewahren", erklärte dazu Jürgen Engel, der Vorsitzende des Freundeskreises. Das sei gut so und sie freue sich sehr, erklärte Schwester Daniela, denn "die Figur des heiligen Bernhard verkörpert den Geist des Hauses". Rektor Wolfgang Kaufmann sprach den Sponsoren seinen Dank aus und wies auf den Segen hin, der vom Ordensgründer heute und in Zukunft auf das Leben der Schule ausstrahle. peka

Fränkische Nachrichten
23. April 2011

Mut und jede Menge Power im Blut 04.04.2011

50 Jahre Mädchenrealschule St. Bernhard: Schüler feiern das Jubiläum ihrer "coolen Schule" / Von den Sießener Schwestern 1961 ins Leben gerufen
Mut und jede Menge Power im Blut

Bad Mergentheim. Mit einem fröhlichen Geburtstagslied, dem Festgedicht des Rektors Wolfgang Kaufmann und dem "Sanktus-Rap" feierten die Schülerinnen und Schüler der Realschule St. Bernhard im Pausenhof das 50-jährige Bestehen ihrer Schule.

Die Sießener Schwestern, die die "Mädchenrealschule St. Bernhard" 1961 ins Leben riefen, "hatten viel Mut und ganz sicher jede Menge Power im Blut". Dazu, so der Schulleiter, hätten sie das im Blick gehabt, was Mädchen brauchen. So sei die Schule, begonnen mit 46 Schülerinnen in einer Klasse, im Nu gewachsen. Inzwischen sei "Sanktus weit und breit bekannt rundherum in unserm Land". Viele fänden es "einfach cool, als Mädchen unter sich zu sein" oder aber "zur Jungenklasse zu gehören, sich früh als Mann unter Männern spüren". Viele Schülerinnen äußerten bei ihrer Entlassung, dass "die Zeit am Sanktus uns was gegeben hat für unser ganz persönliches Leben". Da könne man, so Wolfgang Kaufmann, nur hoffen, dass die Schülerinnen und Schüler später einmal auch ihre eigenen Kinder in diese "besondere Schule" schickten.
670 Mädchen und Jungen

Die versammelten Schüler - derzeit sind es 670 Mädchen und Jungen in 22 Klassen - hatten die Jubiläumsfeier mit einem "Happy birthday" eingeleitet und sangen dann begeistert den "Sanktus-Rap" mit seinem Refrain "Sankt Bernhard - ja - finden wir ganz cool". 5000 Kids hätten die Schule schon besucht und die nächsten 100 stünden im September vor der Tür. Nach einem Auftritt des heiligen Bernhard, des Namensgebers der Schule, war Zeit zur fröhlichen "Partytime" mitten im Schulalltag.

Vor 50 Jahren, so hatte Wolfgang Kaufmann schon Wochen zuvor vor Eltern und Ehemaligen betont, hätten die Sießener Schwestern "aus ihrer Spiritualität heraus die Herausforderungen der damaligen Zeit für ihre Arbeit erfasst". Mädchenbildung sei damals ja kaum im Blick gewesen und es habe "Wagemut, Lebenshingabe und liebevoller Dienst" dazu gehört, diese Schule zu beginnen. Vor 13 Jahren habe man die St.-Bernhard-Grundschule gegründet. Mit der seit 2009 bestehenden Jungenklasse der Realschule gebe man "Antwort auf die öffentlich zunehmend diskutierte Situation der Jungen an den Schulen". Ein Jahr zuvor habe man mit neuen Formen der Leistungsbewertung in der Klassen 5 und 6 begonnen. Möglich sei all das durch den hohen Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer, denen sein Dank gelte - ebenso wie den Eltern und dem Freundeskreis.

Ohne die Franziskanerinnen von Sießen gäbe es in Bad Mergentheim kein "St. Bernhard". Das 1854 dort gegründete Kloster sah seinen geistlichen Auftrag in der Bildung der weiblichen Jugend und schon 1879 begann man mit der Lehrtätigkeit in Bad Mergentheim.
"Töchterinstitut St. Bernhard"

Dann konnte man den ehemaligen Schöntaler Probsthof an der Mühlwehrstraße, inzwischen zur Brauerei umgestaltet, erwerben und 1895 öffnete hier das "Töchterinstitut St. Bernhard" mit seinem Internat. Zunächst unterhielten die Schwestern eine Fortbildungs- und Nähschule, 1914 wurde eine Handelsschule eröffnet, 1921 eine Hauswirtschaftsschule. "Mädchen aus allen Bevölkerungsschichten Württembergs, Badens und Bayerns ohne Unterschied der Konfession haben daselbst ihre gediegene theoretische und praktische Ausbildung durch die unermüdlich tätigen Schwestern erhalten und sind in St. Bernhard zu innerlich gefestigten tüchtigen Hausfrauen vorbereitet worden" - so konnte man damals lesen. 1946 wurde die "Fortbildungsschule" unter dem Namen "Allgemeinbildungsklasse nebst Handelsschule" eröffnet, aus der sich dann mit Beginn des Schuljahrs 1961/62 zum 1. April 1961 die "Private Katholische Mädchenrealschule St. Bernhard" entwickelte. Von Vielen bedauert, wurde das Internat 1976 geschlossen. Doch die "traditionsreiche katholische Schule mit ökumenischer Weite" wuchs weiter bis hin zum Neubau an der Holzapfelgasse. Aus einem großen Umkreis strömten die Mädchen in "den Sanktus", der bei Eltern und Arbeitgebern stets einen ausgezeichneten Ruf genoss. peka

Fränkische Nachrichten
4. April 2011

"Feuer des Ursprungs" nicht erloschen 28.02.2011

50 Jahre Realschule St. Bernhard: Tag der offenen Tür zum Auftakt des Jubiläumsjahres
"Feuer des Ursprungs" nicht erloschen

Von unserem Mitarbeiter Peter Keßler

Bad Mergentheim. Zu einem "Markenzeichen der Bad Mergentheimer Schullandschaft" (so Oberbürgermeister Dr. Lothar Barth) ist die Realschule St. Bernhard innerhalb von 50 Jahren geworden. Mit einem "Tag der offenen Tür" wurde das Jubiläumsjahr begonnen.

Musik und künstlerische Gestaltung gehören seit jeher zum Schulleben der 1961 gegründeten Mädchenrealschule im Zentrum der Kurstadt. So wurde auch der Festakt in der Turnhalle mit einem schwungvollen Rap des Unterstufenchors eingeleitet. Schwester Daniela und Wolfgang Weiß hatten ihn gedichtet, und der Chor trug das Loblied auf St. Bernhard mit Begeisterung vor.
Große Wertschätzung

Dass im traditionsreichen "Sanktus" eine neue Zeit angebrochen war, bemerkten die zahlreichen Gäste sofort: Da stand auch ein Junge unter all den Mädchen als sichtbares Zeichen dafür, dass die Schule seit eineinhalb Jahren zur "Mädchen- und Jungenrealschule St. Bernhard" geworden ist.

Für viele Menschen "ist St. Bernhard ein Name, den sie mit großer Achtung und Wertschätzung aussprechen". Das stellte Rektor Wolfgang Kaufmann fest. Viele ehemalige Schülerinnen hätten ihm schon versichert, sie hätten an dieser Schule "viel für ihr Leben mitgenommen". Das sei Grund zur Dankbarkeit.

Das "Feuer des Ursprungs" sei nicht erloschen. Vor 50 Jahren hätten die Franziskanerinnen vom Kloster Sießen "aus ihrer Spiritualität heraus die Herausforderungen der damaligen Zeit für ihre Arbeit erfasst". Mädchenbildung sei damals ja kaum im Blick gewesen, und es habe "Wagemut, Lebenshingabe und liebevoller Dienst" dazu gehört, diese Schule zu beginnen. Trotz der Stimmen, die in St. Bernhard eine "Bedrohung der öffentlichen Schulen" gesehen hätten, hätten sie mit der Aufnahme von 46 Schülerinnen den ersten Schritt getan. Mit Schwester Adilia und Schwester Irmengardis waren zwei ehemalige Schulleiterinnen von St. Bernhard zum Festakt gekommen, begleitet von den ehemaligen Lehrerinnen Schwester Edgard und Schwester Ingeborg. Ihnen galt ein großer Beifall der Gäste.
Neue Form der Bewertung

Vor 13 Jahren, so erinnerte Wolfgang Kaufmann, habe man die St.-Bernhard-Grundschule gegründet, in der man seit zwei Jahren in "Familienklassen" arbeite. Mit der seit 2009 bestehenden Jungenklasse der Realschule gebe man "Antwort auf die öffentlich zunehmend diskutierte Situation der Jungen an den Schulen". Ein Jahr zuvor habe man mit neuen Formen der Leistungsbewertung in der Klassen 5 und 6 begonnen.

Mit all dem gebe man Antwort auf die Herausforderungen der Zeit. Möglich sei das durch den hohen Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer, denen seine Anerkennung und sein Dank gälten. Dank gebühre aber auch der Geschäftsführung, den Eltern und dem Freundeskreis.

Nach einem Auftritt des von Annette Hirt dirigieren Bläserensembles und einer attraktiven Zirkusvorführung sprach Dipl.-Theol. Paul Stollhof, Geschäftsführer der "Sießener Schulen". Ausgehend von der Feststellung, Lernen sei "die Vorfreude auf sich selber" und habe darum mit Freude und weniger mit Angst zu tun, entwarf er die Vorstellung von St. Bernhard als "lernender Schule".

Sicher, so der Oberbürgermeister in seinem Grußwort, sei St. Bernhard eine Konkurrenz zu den staatlichen Schulen der Stadt, aber "mit der müssen wir leben". Man verfolgte ja einen gemeinsamen Weg, nämlich "die Zukunft unserer Kinder". Auch Elternbeiratsvorsitzende Birgit Hörner würdigte, großartig präsentiert als fiktives Handygespräch mit einer Freundin, die Arbeit der Schule. Mit dem gesungenen "Ohrwurm" des von Wolfgang Weiß dirigierten Unterstufenchors schloss der Festakt.

Den ganzen Tag über präsentierte die Schule dann mit Ausstellungen und Aktionen ihre pädagogischen Schwerpunkte.

Die Themen Mädchen- und Jungenbildung, Leistungsbewertung ohne Noten, religiöse Bildung, Freiarbeit und die persönlichkeitsbildenden Projekte in Klassenstufe 8 wurden dargestellt. Es gab Workshops aus dem Unterrichtsalltag, musikalische Darbietungen und Mitmach-Angebote. Großes Interesse fanden die Jubiläumsausstellungen mit alten Fotos und Textilarbeiten aus den 80-er Jahren. Für das leibliche Wohl sorgte der Freundeskreis.

Fränkische Nachrichten
28. Februar 2011

Eine hohe Förderung ist unverzichtbar 26.01.2011

Podiumsdiskussion: Landes- und Kommunalpolitiker zur Finanzierung der freien Schulen
Eine hohe Förderung ist unverzichtbar

Bad Mergentheim. Alle Landtagskandidaten waren sich einig und die Unterschiede lagen im Detail. Einen Zuschuss von 80 Prozent versprachen sie bei der von St. Bernhard veranstalteten Podiumsdiskussion den privaten Schulen im Land.

"Wir sind 100 Prozent Schule!" Rektor Wolfgang Kaufmann stellte das zu Beginn des Diskussionsabends im katholischen Gemeindehaus selbstbewusst fest. Er verwies auf den großen Einzugsbereich und die hohe Zahl der Schüler seiner Grund-, Jungen- und Mädchenrealschule.

"Genauso wie die öffentlichen Schulen", so betonte er, "haben wir als freie Schulen einen Verfassungsauftrag". Freie Schulen sollten "neue pädagogische Konzepte entwickeln, das öffentliche Schulwesen befruchten und durchaus auch einen Wettbewerb anregen". Das Angebot, so der Schulleiter, finde Resonanz. Würde das Land nun sein Versprechen einer 80-prozentigen Förderung einhalten, könnten die großen Klassen verkleinert und das Förderangebot erweitert werden - und das alles bei einem Schulgeld auf zahlbarem Niveau.

Unstrittig war in der anschließenden Podiumsdiskussion unter Leitung von Ivonne Schowtka vom SWR Heilbronn, dass dieses 80-Prozent-Ziel richtig sei und verwirklicht werden müsse. Schließlich sei Bildung die wichtigste Zukunftsaufgabe. Die privaten Schulen (und St. Bernhard ist im Taubergrund die einzige) wurden allgemein gelobt.

"Manchmal ist das öffentliche Schulwesen zu starr", räumte Sylvia Schmid (Die Grünen) ein. Freie Schulen hätten andere pädagogische Konzepte und es gebe immer mehr Eltern, die diese Konzepte wünschten, stellte Joachim Werner Thees (SPD) fest. Für die FDP betonte Benjamin Denzer, dass "auch die privaten Schulen ihren Teil am Kuchen verdient haben". Auch Minister Professor Dr. Wolfgang Reinhart (CDU) zeigte sich als Freund der freien Schulen und zeigte seine Anerkennung für die Arbeit von St. Bernhard.

Solche Aussagen fanden Beifall bei Hans-Peter Staiber, dem kaufmännischen Geschäftsführer der "Sießener Schulen", beim Schulleiter und bei der Elternbeiratsvorsitzenden Birgit Hörner. Diese würdigte die Vorreiterrolle einer privaten Schule, aber "man muss sich diese Schule leisten können". Dass das gesichert werden solle, hätten die derzeitigen Regierungsparteien, wie Wolfgang Reinhart erläuterte, bereits in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart: Die Mittel für private Schulen sollten nicht gekürzt werden. Dabei sei man allerdings davon ausgegangen, dass die Schülerzahlen zurückgehen würden, so dass man auf jeden Fall am Ende der Legislaturperiode 80 Prozent erreichen werde. Jetzt aber seien es zwölf Prozent mehr geworden. Über die zumutbare Höhe des Elternbeitrags werde gerade vor dem Bundesgerichtshof verhandelt. Doch "wir dürfen keine Barrikaden aufstellen, die den Zugang zur Bildung einschränken".

Das sahen alle Parteien so. "Wir werden uns für die 80 Prozent starkmachen", versprach Sylvia Schmid. Der Vertreter der SPD betonte, man müsse "Bildung wollen" und dürfe nicht die öffentlichen gegen die privaten Schulen ausspielen. Er halte "80 Prozent durchaus für realistisch", stellte Benjamin Denzer fest.

Am vorsichtigsten in der Runde äußerte sich im Übrigen Professor Dr. Wolfgang Reinhart, der für die Christdemokraten versprach, man werde "zum Nachtragshaushalt im Februar den Antrag einbringen, wo befristet bis Jahresende mit allen freien Trägern ein Stufenplan vereinbart wird, wie wir diese 80 Prozent erreichen". Ob diese Gespräche allerdings noch bis zur Landtagswahl abgeschlossen werden, blieb offen. peka

Fränkische Nachrichten
26. Januar 2011

St. Bernhard braucht mehr Geld vom 21.01.2011

Grund- und Realschule: Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten
St. Bernhard braucht mehr Geld

Bad Mergentheim. Die privaten Schulen bekommen zu wenig Zuschüsse vom Staat. Davon geht die Grund- und Realschule St. Bernhard aus und veranstaltet deshalb eine Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten am Montag, 24. Januar, 18 Uhr.

Im katholischen Gemeindehaus Bad Mergentheim sprechen und diskutieren Hans-Peter Staiber, der kaufmännische Geschäftsführer des Schulträgers "Sießener Schulen", Birgit Hörner, Elternbeiratsvorsitzende von St. Bernhard, sowie die Landtagskandidaten Sylvia Schmid, Bad Mergentheim (Bündnis 90/Die Grünen), Benjamin Denzer, Tauberbischofsheim (FDP), Joachim Thees, Gerlachsheim (SPD) und ein (noch nicht namentlich benannter) Vertreter der CDU. Scheinbar, so erläuterte Rektor Wolfgang Kaufmann den Fränkischen Nachrichten, seien sich alle Parteien des Landtags einig - und sogar die Landesregierung habe "zu Beginn der Legislaturperiode in ihrem Regierungsprogramm festgelegt, dass die Zuschüsse an die Freien Schulen im Laufe der Legislaturperiode auf 80 Prozent der Kosten eines Schülers an einer staatlichen Schule steigen sollen".

Doch bei den schönen Worten sei es geblieben: Im zurückliegenden Jahr seien die prozentualen Fördersätze sogar unter das Niveau von 2005 gesunken.

Nur aufgrund des öffentlichen Drucks habe dann die Landesregierung zumindest den Stand von 2005 hergestellt, in dem der Fördersatz bei 70,5 Prozent lag. Doch "damit können wir uns nicht zufriedengeben". Das Ziel der "Sießener Schulen" (die damit die Interessen aller privaten Schulen verträten) sei es, einen Fördersatz von 80 Prozent zu erreichen, um die Belastungen von Träger und Familien über das bereits festgelegte Maß hinaus nicht weiter zu erhöhen.

Die bevorstehenden Landtagswahlen sehe man, so Wolfgang Kaufmann, "als Chance, noch einmal Bewegung in den stockenden Prozess zu bekommen".
"Tag der Freien Schulen"

Deshalb werde zusätzlich zu der Podiumsdiskussion am nächsten Montag am 11. Februar in der Stuttgarter Liederhalle ein "Tag der Freien Schulen" unter dem Thema "Bildungsvielfalt 2011 - 100 Prozent Schule braucht 80 Prozent Förderung" stattfinden. Informationen dazu gebe es unter www.Bildungsvielfalt2011.de. peka

Fränkische Nachrichten
21. Januar 2011

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